Der erste Hafen für alle News

Home > Yacht Clubs > Gstaad Yacht Club > Blick aus den Bergen auf die bedrohten Meere

Blick aus den Bergen auf die bedrohten Meere

 Artikel drucken
Bedrohte Ozeane: Im Gstaad Yacht Club zeigt man sich nicht nur betroffen, sondern man wird aktiv.

Gstaad mag weit weg vom Meer liegen, aber die drohenden Gefahren für die Weltmeere, sind heute auch in den Bergen präsent. Im Gstaad Yacht Club zeigt man sich nicht nur betroffen, sondern man wird aktiv. Zusammen mit der globalen Umweltplattform The Klosters Forum brachte man einige der besten Köpfe an einen Tisch, um Clubmitglieder und Gäste über Initiativen zu informieren und zum ganz persönlichen Handeln zu motivieren.

advertising

Bereits seit 2011 sind Themen rund um den Schutz der Ozeane und Gewässer ein fester Bestandteil des Vereinslebens. Dank Kooperationen und Veranstaltungen wie z.B. mit Sylvia Earle, der Blue Marine Foundation und weiteren Organisationen, rückt der Gstaad Yacht Club die weltweiten Bestrebungen zur Rettung mariner Ökosysteme in den Fokus. Im Februar bot der Club herausragenden Persönlichkeiten eine hochkarätige Plattform, wo sie ihre Erfahrungen und Massnahmen aus erster Hand präsentieren konnten. Rund 135 Clubmitglieder, Gäste und Freunde erlebten ein dicht gepacktes Abendprogramm an Präsentationen, Fotos und Videos.

Die Podiumsdiskussion moderierte Markus Reymann, Co-Gründer der TBA21 Academy. Sie ist die „Entdeckerseele“ der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary Stiftung, die sich für kulturelle Projekte und für grenz- und bereichsübergreifende Forschung einsetzt. Mit der Kombination von Künstlern und Wissenschaftlern lassen sich gemäss Reymann unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, die sonst nicht zusammenkommen. Nur dank einem gemeinsamen Willen und einem kulturellen Umdenken lassen sich ökologische Lösungen länderübergreifend realisieren.

Podiumsteilnehmer Dr. Arturo Castillo Castillo vom Imperial College London gab einen spannenden Einblick in seine Forschungsarbeit zum Stoppen von Plastikverschmutzung. Die Wiederherstellung und -verwendung von Kunststoffen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft kann nur durch ein Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik und Unternehmen funktionieren. «Unsere Anstrengungen bestehen zu 20 Prozent darin, das Problem zu verstehen und zu 80 Prozent, es zu lösen», schloss Dr. Arturo Castillo Castillo seine Ausführungen ab.

William Winram, Ozeanforscher, Filmemacher, Fotograf und Rekordsportler, setzt seine Fähigkeiten für Forschung zu Gunsten des Naturschutzes ein. Seit mehr als zehn Jahren arbeiten er und sein Team mit Wissenschaftlern, mit nationalen und lokalen Regierungen, Unternehmen und privaten Spendern zusammen, um Forschungsarbeiten und -resultate einem breiten Publikum bewusst zu machen. Doch nicht nur das: seine über 28 Ocean-Expeditionen und die daraus entstandenen Erkenntnisse sorgten für ein Umdenken bei vielen Regierungen, was wiederum zu einer Ausweitung von Meeresschutzgebieten auf der ganzen Welt führte. Seine Werke erreichen weltweit Millionen und seine aussergewöhnlichen Geschichten machen ihn zu einem gefragten Redner. Seit 2012 begeistert er das Gstaader Publikum und ist stolz auf seine Zusammenarbeit mit dem GYC und deren Ocean-Stewardship-Initiativen.

Zu den beiden Rednern gesellte sich Clare Brook, CEO der Blue Marine Foundation, Pionierin in Umweltinvestitionen und nachhaltigen Investitions-kampagnen. Ihre gut vernetzte Stiftung füllt eine Nische in der NGO-Welt und ermöglicht so den raschen und effektiven Schutz der Meere. Dank der Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen sollen auch Gebiete geschützt werden, die ausserhalb nationaler Territorien liegen. Ein weiteres Anliegen stellt die nachhaltige Fischerei dar. Selbst überfischte Gebiete können sich wieder erholen, wenn man der Natur Zeit zur Regeneration lässt. Clare Brook appellierte deshalb auch an jeden einzelnen: „Mit Ihrem Konsumverhalten entscheiden auch Sie darüber, ob Regeln zum Schutze der Umwelt eingehalten werden oder nicht.»

George Duffield, Gründer der Blue Marine Foundation, bestätigte den Erfolg der Initiative des GYC. Vor zehn Jahren wurde im Gstaader Club sein Film gezeigt, im Anschuss konnte er die Finanzierung eines seiner grössten Projekte sichern. Das Schutzgebiet im Indischen Ozean ist heute Realität. «Für einen Yachtclub ohne Wasser hat der GYC viel für den Ozean getan», sagte er voller Anerkennung.

Auf die regen Fragen aus dem Publikum, was man als Einzelner tun könne, waren sich auch Markus Reymann und William einig, dass jeder Einfluss ausüben kann. Egal, ob er Geld spendet, eine Strandreinigungsaktion organisiert oder einfach auf seinen Karbon-Fussabdruck achtet: «Jeder Mensch auf dem Planeten muss Teil der Lösung sein, sich engagieren, aktiv werden und mit anderen zusammenspannen. Wir können alle jeden Tag mehr tun, um eine Änderung zu bewirken.»

 

Die Veranstalter

Im Ramen des The Klosters Forum (TKF) kommen globale Vordenker und Change-Maker zusammen, um einige der dringendsten Umweltherausforde-rungen unserer Zeit anzugehen. Einzigartig, unkonventionell, ehrlich und neutral bietet das nicht gewinnorientierte Klosters Forum eine ideale Plattform für Entscheidungsträger, um innovative und ergebnisorientierte Kooperationen im privaten Umfeld der Schweizer Alpen zu fordern und zu fördern. Das Klosters Forum 2020 befasst sich nach dreijährigem Focus auf Plastik neu mit dem Thema «Die Zukunft der Agrarlebensmittelsysteme im Kontext der Biodiversitätsregeneration» (23.-25. Juni 2020). The Klosters Forum setzt seine Arbeit auch bei der Umweltverschmutzung fort.

Für weitere Informationen steht COO, Stephanie von Meiss zu Verfügung. stephanie@theklostersforum.com - www.theklostersforum.com

German translation.

Der Gstaad Yacht Club (GYC) wurde 1998 von einer Gruppe von Segelbegeisterten mit der Vision gegründet, "einen aussergewöhnlichen globalen Yachtclub abseits vom Wasser zu schaffen, anstatt einen weiteren Club am Wasser". Der Club mit Sitz in den Schweizer Bergen vereint 400 Mitglieder aus über 30 verschiedenen Ländern. Das GYC unterstützt Segelprojekte vom Junior- bis zum Profisegler und hat sich zu einer festen Grösse in der Schweizer Segelszene entwickelt, insbesondere beim olympischen Segeln und bei klassischen Yachten. Seit 2011 sind Themen rund um den Schutz der Ozeane und Gewässer ein fester Bestandteil des Vereinslebens.

Für weitere Informationen – Geschäftsführerin Cindy Schönrich: cindy@gstaadyachtclub.com - www.gstaadyachtclub.com

Photos: © SEBASTIAN DEVENISH / GSTAAD YACHT CLUBÜbersetzung in Deutsch. Übersetzung in Deutsch.

Latest news