Lexden Luxe fordert die Yachting-Branche auf, das Ownership-Erlebnis neu zu gestalten

Lexden Luxe fordert die Yachting-Branche auf, das Ownership-Erlebnis neu zu gestalten

boot Düsseldorf 2026: Lexden Luxe fordert die Yachting-Branche auf, das Ownership-Erlebnis neu zu gestalten

Service

04/02/2026 - 16:00

Unter dem Titel „Why innovation won’t decide who survives in yachting“ stützte sich der Vortrag auf die Arbeit von Lexden Luxe an mehr als 400 UHNWI-Touchpoints und positionierte das Jahr 2030 als praxisnahe Deadline für die notwendige Anpassung der Branche.


Vom Besitz zur Kontrolle: Wie die „New Luxury 2030“ aussieht
Der Vortrag begann mit einer deutlichen Warnung: „Die Uhr tickt.“ Lexden Luxe verknüpfte diesen Druck mit dem größten Vermögenstransfer der Geschichte und argumentierte, dass Millennials künftig über ein fünfmal höheres Vermögen als heute verfügen werden – mit neuen Erwartungen in allen hochpreisigen Kaufkategorien, einschließlich des Yachting-Sektors.

Die Schlussfolgerung war eindeutig: Wenn sich der Kunde verändert, muss sich auch das Erlebnis verändern. Marken, die weiterhin mit überholten Annahmen arbeiten, riskieren, Angebote für Käufer zu entwickeln, die den Markt der Zukunft nicht mehr prägen werden.

Prof. Klaus beschrieb einen Wertewandel weg vom Besitz hin zu Freiheit, Zeit, Komfort, Zugang und Erlebnis. Die Konsequenz für das Yachting fasste er in einem Satz zusammen: Die neue Luxury bedeutet mehr Kontrolle.

Für Werften, Managementgesellschaften und das gesamte Ökosystem verschiebt sich damit das Wettbewerbsumfeld. Kontrolle bedeutet, Reibung zu reduzieren, Entscheidungen zu vereinfachen und den operativen Ballast zu beseitigen, den Eigner bislang akzeptieren mussten. Mit anderen Worten: Experience wird zu einem strategischen Asset.

Nachhaltigkeit wird erwartet, aber nicht geglaubt
Einer der direktesten Teile der Präsentation befasste sich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Prof. Klaus argumentierte, dass Nachhaltigkeit von UHNWI-Kunden heute zwar erwartet werde, gleichzeitig jedoch aufgrund weitverbreiteter Greenwashing-Skepsis stark in Zweifel gezogen sei.

Er stellte die Abhängigkeit der Branche von bekannten „Beweisargumenten“ infrage. Aktivismus, so seine Einschätzung, bedeute nicht automatisch Glaubwürdigkeit, und Zertifizierungen erzeugten nicht zwangsläufig Vertrauen. Nachhaltigkeit müsse spürbar sein, nicht erklärt werden – verbunden mit der Haltung, dass Marken, denen das Thema wirklich wichtig sei, mehr handeln und weniger kommunizieren würden.

Diese Denkweise mündete in einem Satz mit Schlagzeilenpotenzial: „Nachhaltigkeit wird das Yachting nicht retten – Glaubwürdigkeit wird es tun.“

Anschließend skizzierte Prof. Klaus einen pragmatischen Ansatz, um zu verstehen, wie Nachhaltigkeit und Reputation heute Kaufentscheidungen beeinflussen. Die zentrale Frage sei nicht, ob „die Yacht nachhaltig ist“, sondern ob diese Entscheidung in 10 oder 20 Jahren noch Sinn ergibt.

Soziale Legitimität, ethisches Vermächtnis – einschließlich des generationenübergreifenden Transfers und dessen, was die nächste Generation sagen wird – sowie reputative Risiken und öffentliche Sichtbarkeit sind dabei entscheidende Faktoren.


Lexden Luxe und „Next Practice“
In einem Punkt, der beim Publikum der boot Düsseldorf besonders großen Anklang fand, betonte Klaus, dass die Zukunft des Luxus-Yachting jenen Marken gehört, die aufhören zu erklären, warum sie verantwortungsvoll handeln, und stattdessen so bauen, dass Verantwortung unbestreitbar wird.

Prof. Klaus positionierte Lexden Luxe als Beratungsboutique für Customer Experience im UHNWI-Segment und erläuterte den „ahead of time“-Ansatz des Unternehmens, der auf proprietären Erkenntnissen basiert und darauf ausgelegt ist, Forschung in konkrete Umsetzung zu übersetzen.

Zum Abschluss setzte die Session einen kooperativen Akzent. Lexden Luxe lud die Branche ein, die Zukunft gemeinsam zu gestalten, und unterstrich, dass die Gewinner des kommenden Zyklus jene sein werden, die Experience Design und glaubwürdige Verantwortung als Fundament nachhaltigen Wachstums begreifen.

Rebecca Gabbi

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