Junge Kat-Spezialisten der F16 sind heiß auf die TW

Sport

31/03/2022 - 16:14
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Die Formula 16 kehren zurück nach Travemünde. Neun Jahre nach der Weltmeisterschaft in der Lübecker Bucht werden die Katamaran-Segler wieder zur Travemünder Woche (22. bis 31. Juli) ihre globalen Titelträger ermitteln. Die WM der F16 ist der höchstrangige Wettbewerb in der 133. Auflage der Travemünder Woche, die mit sportlichen Höhepunkten vollgepackt ist.


„Die Travemünder Woche ist ein großartiges Event und bildet einen klasse Rahmen, vielleicht den besten weltweit, für unsere Segler, um die Weltmeisterschaft zu segeln", sagt Thomas König, Zweiter Vorsitzender der deutschen Klassenvereinigung und zuständig für die Kommunikation der Klasse. „Das ist ein tolles Angebot für unsere Athleten. Und mit den Multi-Europeans der Hobie 16 wird es seit langem das größte Event für 16-Fuß-Strandkatamarane. Wir werden uns in diesem Umfeld sicherlich sehr wohlfühlen." Die Klasse will die TW nutzen, um die F16 im Norden Europas populärer zu machen. „Die Wiege der Klasse liegt in Australien. In Europa ist sie besonders in Frankreich, den Niederlanden und Belgien sehr beliebt. Aber auch die Schweiz hat sehr talentierte Segler", berichtet König, der unter den deutschen Teilnehmern den Klassen-Vorsitzenden Marc Oliver Kühn vom Bodensee in der Lage sieht, ganz vorn mitzumischen.

Der Formula 16 ist der kleine Bruder des Formula 18, der im Norden weit verbreitet ist. Die Vermessungsprinzipien sind ähnlich, allerdings hat der 16er einige Beschränkungen. So sind noch nicht die innovativen Decksweeper-Segel erlaubt. Dafür kann der zwei Fuß kürzere und 50 kg leichtere Kat neben der normalen Zweier-Besatzung auch solo gesegelt werden – dann allerdings nur mit Großsegel. „Wir erwarten einige Solo-Meldungen. Und bei leichten bis mittleren Winden kann man allein durchaus mithalten", sagt König.

Besonders beliebt ist der F16-Kat vor allem bei jungen Mannschaften, die sich nach dem Umstieg aus den Jugendklassen bereits an ambitionierten Segelsport im Hochgeschwindigkeitsmodus heranwagen wollen und mitunter auf eine olympische Karriere im Nacra17 schielen. Prominentes Beispiel ist Henri Demesmaeker. Als Zwölfjähriger gewann der Belgier vor neun Jahren den WM-Titel der F16 vor Travemünde, wechselte später auf den Nacra15 und wurde dort 2018 ebenfalls Weltmeister und bei den Youth Olympic Games vor Buenos Aires/Argentinien Vierter. Heute ist er als Profisegler in verschiedenen Projekten aktiv.


Bis zu 40 Crews erwartet die Klassenvereinigung zur WM vor Travemünde. Darunter werden erfahrene Athleten sein, aber die Favoritenrolle werden die jungen Mannschaften haben, die ihre Schnelligkeit vor allem in den Manövern ausspielen können. Die vier Regattatage der F16 sind vom 25. bis 28. Juli terminiert.

 

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