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Am liebsten superschön und superschnell

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Maurizio Cossutti

Egal, ob es sich eine Regatta- oder eine Cruisingyacht handelt, für uns kann ein gutes Boot nur ein schnelles Boot mit hervorragender Manövrierfähigkeit sein, mit dem Segeln so problemlos wie möglich wird.

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So umschreibt Maurizio Cossutti sein 30-jähriges Design-Credo. Der sympathische Kreative mit der Wuschelmähne wurde in Udine im Friaul, an der nordöstlichen Grenze von Italien, geboren und schloß seine Schiffsbau-Ausbildung an der Universität Triest ab. Dank schnellen Yachtentwürfen und erfolgreichen Regattabooten hat sich sein Designstudio einen international renommierten Namen gemacht. Cossutti arbeitete als Chefdesigner auch für italienische America's Cup Herausforderer. 2009 trat Alessandro Ganz ins  Designstudio ein und wurde 2014 Partner. Der junge Marineingenieur hat zudem einen Master in Yachtdesign von der renommierten University von Southampton in der Tasche und ist Mitglied der Royal Institution of Naval Architects. Das Team von Cossutti Yacht Design besteht aus passionierten Seglern und zeichnet für die neuen Bavaria-Modelle C45, C50 und C57 verantwortlich.

BAVARIA life: Herr Cossutti, 30 Jahre Erfahrung in Yachtdesign, wie äußert sich das?

Maurizio Cossutti: Der schönste Beleg für unser breites Wissen sind unsere Erfolge, auch im Offshore-Bereich. Unsere Spezialität sind “Performance” Yachten und die haben immerhin neun ORC-Weltmeisterschaften gewonnen. Der Leistungssport fordert uns permanent, da die Boote immer schneller werden müssen und wir uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen können. Wir können sowohl bestehende Ragattaboote optimieren als auch grundlegend neue Designs zeichnen, je nach Anforderung.

Cossutti Yacht Design arbeitet für Eigner und Werften – was ist schwieriger?

Ambitionierte Eigner wie Vincenzo Onorato (Sailing Team Mascalzone Latino a.d.R.) sind eigentlich leichter glücklich zu machen, da sie mir ihrer Yacht einfach nur gewinnen wollen. Bei Werftaufträgen muss man jedoch die unterschiedlichsten Marktanforderungen unter einen Hut bringen. Viel Innenvolumen, Komfort, Flexibilität, einfache Segelbedienung und dazu ein schneller Rumpf. Und das Ganze muss anschließend noch extra für die Serienfertigung perfektioniert werden.

Wie ging ihr Studio an den Bavaria-Auftrag heran?

Wir machten erste Skizzen und dann wurde heiss diskutiert. Das neue Bavaria- Design sollte für mehrere Modellgrössen von 45 über 50 bis hin zu 57 Fuß passen. Wir begannen mit der Bavaria C57, jedoch stand der Serienaspekt ganz zuvorderst. Das Problem dabei: die Linie an sich musste stimmen und jedes Modell für sich mußte überzeugen.  Die C45 war gleichzeitig die grösste Herausforderung. Denn die Bavaria Cruiser 46 war und ist auch heute noch in diesem Marktsegment extrem erfolgreich für Bavaria, da durfte absolut nichts falsch laufen. 

Wie läuft das intern ab?

In unserem Studio arbeiten Designer verschiedener Altersstufen Hand in Hand. Unsere Ideen für den Kunden arbeiten wir als Konzept meist in einer eher traditionellen und in einer futuristischen Version aus. Im Gespräch mit den Verantwortlichen auf Kundenseite entsteht dann das finale Design. Bei Bavaria Yachts haben wir es mit aufgeschlossenen und kompetenten Gesprächspartnern zu tun, die ebenfalls viel Erfahrung ihrerseits einfließen lassen. Es war ein ständiger Dialog mit den Ingenieuren und den Seglern bei Bavaria Yachts, so sind dann auch die Schnittstellen zwischen Design und Produktion kein Problem mehr. Wir sind oft in der Werft und haben keine Angst, uns auch mal die Hände schmutzig zu machen.  

Was macht das neue Bavaria-Design so besonders?

Es hat etwas von einer markanten Bavaria-Persönlichkeit mit eleganten und modernen Linien, optimiert in zeitlosem Italian Design. Charakteristsisch ist der flache und gestreckte Deckaufbau. Trumpf der Bavaria C45 ist z.B. ihre Vielseitigkeit im Kabinenlayout und ihre Eignung als Holiday“, „Style“ und „Ambition“ Ausführung. Das sind mehr als nur bloße Stilpakete, das sind drei unterschiedliche Konfigurationen, die drei grundlegend verschiedene Anforderungen erfüllen können. Es war sogar möglich, eine Dinghy-Garage zu integrieren, etwas, was es sonst bei dieser Größe nicht gibt. Die Möglichkeit einer 5. Kabine liess uns an die konstruktiven Grenzen gehen. Dank unserer Erfahrung konnten wir den dafür benötigten Raum quasi Zentimeter um Zentimeter dazugewinnen, bis schließlich alles seinen Platz fand.

Wie kamen Sie eigentlich zum Segeln und wo segeln Sie persönlich am liebsten?

Neben dem Beruf ist Segeln meine Passion. Mein erstes Segelboot habe ich selbst gezeichnet und eigenhändig gebaut. Mein Jugendtraum waren bereits schnelle Yachten, die auch optisch punkten können. Ich segle viel in Kroatien, weil dieses Revier praktisch vor meiner Haustüre liegt. Ich erkunde aber auch gerne Segelreviere im Norden, z.B. Estland, das ist wirklich spannend und interessant.

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