Der erste Hafen für alle News

Home > Team > Roesti Sailing Team > Tag 4 : Mit Vollgas um die Britischen Inseln

Enthaltene Tags:

Tag 4 : Mit Vollgas um die Britischen Inseln

 Artikel drucken
Valentin Gautier und Simon Koster vom Roesti Sailing Team

Die Schweizer Equipe um Valentin Gautier, Simon Koster und Justine Mettraux befindet sich weiterhin auf Rekordkurs und prescht bereits in südwestlicher Richtung voran. Aufkommende Müdigkeit wird durch eine hohe Moral wettgemacht.

advertising

21. August 2020 – Die Class 40 Banque du Léman pflügt bei ihrem Rekordversuch zur Umrundung der Britischen Inseln weiter unerschrocken durch die Wellen. Vergangene Nacht hat das Schweizer Trio, das von Medienexpertin Anne Beaugé begleitet wird, die Shetland-Inseln umrundet und südwestlichen Kurs eingeschlagen. Nun rast die Crew mit hoher Geschwindigkeit die schottische Küste entlang und kommt bald in irische Gewässer.
«Die Bedingungen haben sich gestern deutlich verschärft», berichtet Simon Koster. «Das Leben an Bord ist schwieriger geworden, an Schlaf ist auch nicht mehr so einfach zu denken und an Deck werden wir ordentlich nass! Aber wir wollen uns nicht beschweren. Denn im Vergleich zu den Passagen, in denen wir weniger Wind als erhofft hatten, können wir nun richtig Zeit aufholen. »

«Wir waren fast in der Arktis und zwei Stunden später gefühlt in der Südsee», schmunzelt Valentin Gautier. «In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben wir versucht, vor eine Front zu kommen, die uns zu den Shetlands bringen sollte. Doch das ist uns leider nicht gelungen und wir wurden von der Front überholt ... Wir waren etwas besorgt und hatten Angst, dass wir das optimale Zeitfenster verpasst haben könnten. Doch am Ende hatten wir etwas Glück, da der Wind hinter der Front aus einer unerwartet günstigen Richtung wehte. Also alles gut soweit. »

Die «Banque du Léman» und ihre Crew müssen jedoch noch das windstille Zentrum durchqueren, um auf die andere Seite des Tiefs zu gelangen und dort von raumem Wind zu profitieren (Tiefdruckgebiete drehen sich entgegen dem Uhrzeigersinn). «Die Schwierigkeit besteht darin zu entscheiden, wo genau die Querung stattfinden soll», erläutert Wetter-Router Julien Villon. «Wenn sie zu viel wollen, befinden sie sich schnell im Zentrum des Tiefs – in einer windstillen Zone. Wenn sie hingegen zu konservativ segeln, verlängert sich der Weg unnötig. Eines aber ist sicher: In den nächsten Stunden werden sie unbeständige Bedingungen vorfinden. Auf der anderen Seite des Tiefs warten dann jedoch wieder äusserst günstige Windverhältnisse auf die Crew. »

Latest news