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BOM: Ein Hoch auf die Langsamkeit im Land der Foiler

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Der BOM-Sieger: Ylliam XII Comptoir Immobilier, Skipper Bertrand Demole

Die 82. Auflage der Bol d'Or Mirabaud machte all jene glücklich, die Drehungen und Wendungen lieben. Die Ylliam XII Comptoir Immobilier, geskippert von Bertrand Demole, holte sich schliesslich nach einer an Spannung nicht zu überbietenden Regatta den Sieg. Die ungarische Libera Raffica gewann im Klassement der Einrumpfboote.

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Die Ylliam XII Comptoir Immobilier, würdige Siegerin der 82. Auflage der Regatta Bol d'Or Mirabaud, brauchte exakt 12 Stunden, 49 Minuten und 27 Sekunden, um den erlösenden Schuss beim Zieleinlauf vor der Société Nautique de Genève zu hören.

"Es ist wunderbar, wir sind überglücklich", rief Demole anlässlich der Champagner Taufe aus. "Es war ein sehr interessantes Rennen, mit einem spektakulären Finish, stets in engem Kontakt mit unseren Verfolgern, bei 25 Knoten in der dunklen Nacht."

Die TF35 gewann mit 19 Sekunden Vorsprung vor Zen Too mit Fred Le Peutrec am Ruder und 25 Sekunden vor Artexplora, geskippert von Loïck Peyron. Alinghi überquerte die Ziellinie 9 Sekunden später, Realteam 14 Sekunden später und Spindrift weitere 6 Sekunden später....so viel zum Thema ‚ein enges Rennen'.

Doch bevor sie diesen grossartigen Sieg feiern konnten, erlebten Ylliam XII Comptoir Immobilier und die anderen Boote in der Spitzengruppe ein Wechselbad der Emotionen. Der Start des Rennens fand zunächst bei extrem leichten Windverhältnissen statt, so dass die "kleinen" M2-Katamarane sowie die D35er Emil One und Zen Too zeigen konnten, dass mit ihnen bei sehr leichtem Wind absolut zu rechnen ist.

Emineo, mit Olivier de Cocatrix am Ruder, passierte die Halbzeitmarke sogar in Führung, vor der Decision 35 Emil One und einer weiteren M2, der Patrimonium. Das war ein ziemlicher Coup, denn der erste TF35 Tragflächenkatamaran, die Artexplora, lag in diesem Moment lediglich an sechster Stelle.

Vor Evian, auf dem Rückweg, hatte Emineo noch gut fünf Kilometer Vorsprung auf Emil One und gut fünfzehn Kilometer auf die erste TF35. Doch dann setzte die lang ersehnte Bise ein, wenngleich nur vorübergehend, aber immerhin lange genug, um den Foilern zu erlauben, kräftig aufzuholen und auf fast 30 Knoten zu beschleunigen, während die M2 nicht über 15 Knoten kamen.

Damit waren die glücklichen Stunden für die tapferen M2 endgültig zu Ende. Sie versauerten auf der Höhe von Thonon und blickten einem schmerzhaften Rennende entgegen, mussten sie doch zusehen, wie ihre direkten schnelleren Konkurrenten sie kurz vor dem Ziel und mit dem Jet d'Eau im Hintergrund abhängten.

Zen Too kam der Comptoir Immobilier kurz vor der neuen Einfahrt zur SNG noch einmal gefährlich nahe, bevor Letztere in einem legendären Sprint den Sieg für sich entschied.

Bei den Einrumpfbooten gewann Raffica nach 14 h 07 23'' Renndauer. Die ungarische Libera dominierte den zweiten Teil des Rennens vor der Luthi 1080 Katana und der QFX von Thomas Jundt, die bei extremem Leichtwind einen bemerkenswerten Start hingelegt hatte.

Mehr als fünfzehn Kilometer trennen diese drei Boote von der Verfolgergruppe, den üblichen Psars 40 und 33, Taillevent, usw.
Eine aktualisierte Pressemitteilung, in der alle Teilnehmer und Klassen der Bol d'Or Mirabaud berücksichtigt sind, wird morgen Mittag veröffentlicht.

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