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Corona: Das sagen die TO-Stützpunktleiter

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Wo bleiben die Segler, wo können sie wie oder unter welchen Bedingungen noch einlaufen, festmachen, bleiben?

Wo bleiben die Segler, wo können sie wie oder unter welchen Bedingungen noch einlaufen, festmachen, bleiben? In Zeiten, in denen alles getan wird und getan werden muss, um einem Virus die Einreise und die Verbreitung zu erschweren, kommt es zu nie für möglich gehaltenen Maßnahmen - Grenzen werden geschlossen, Häfen dicht gemacht und Länder, von denen man es nie gedacht hätte, müssen als Risikogebiete eingestuft werden.

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Da bleibt die Frage, was mit den Seglern geschieht, die auf den Meeren unterwegs sind. Klingt wie ein Luxusproblem, ist es aber für diejenigen, deren Boot ihr Zuhause ist, bei weitem nicht.

Wir haben unsere Trans-Ocean-Stützpunktleiter und einige Botschaften in der Welt gefragt, was noch möglich ist.

Hier eine erste Zusammenstellung – wobei unbedingt bedacht werden muss, dass es sich nur um eine Momentaufnahme handeln kann, in Zeiten, in denen sich die Nachrichten überschlagen und Behörden, Regierungen stündlich neue Beschlüsse veröffentlichen.

Unsere Informationen gelten / galten am Sonntag (15.03.2020) und werden ohne Gewähr veröffentlicht – wir werden aber versuchen, Änderungen schnellstmöglich bekannt zu geben.

Für die meisten Länder gilt, dass Besucher sich zwei bis drei Wochen vor Einreise nicht in China, Italien, Südkorea, Iran aufgehalten haben dürfen, was jeweils nicht gesondert aufgeführt wird.

Antigua und Barbuda – Keine Einreisebeschränkung.

Australien – Seit Sonntag, 15.3., 24 Uhr AEST (14:00 UTC) müssen alle einreisende Personen für 14 Tage in deren Wohnung in Quarantäne bleiben. Das gilt auch für die Crews einreisender Yachten. Zuwiderhandlung wird bis zu AUD 50,000.- bestraft. Ein Einreiseverbot gilt außerdem für all jene, die sich zuvor in China (seit 1. 2.), Korea (5.3.), Italien (11.3.) oder dem Iran (1.3.) aufgehalten haben.

Bahamas – Keine Einreiseeinschränkungen.

Barbados – Keine Einreisebeschränkungen.

China – 14-tägige Quarantäne für alle Einreisenden.

Cook Islands – Einreiseverbot für Reisende, die 14 Tage zuvor folgende Länder besucht haben: China, Taiwan, Japan, Hongkong, Macau, Südkorea, Singapur, Thailand, Vietnam, Malaysia, Philippinen, Iran, Italien, Indonesien, Kambodscha und Laos.

Dänemark – Geschlossen!

Dominikanische Republik – Einreiseverbot auch für Reisende, die sich zwei Wochen zuvor in Europa aufgehalten haben..

Fidschi – Keine Einreisebeschränkungen.

Französisch Guyana – Keine Einreisebeschränkungen.

Grenada – Einreiseverbot auch für aus Deutschland, Frankreich und Spanien Einreisende.

Griechenland – Keine Einreisebeschränkungen, eventuell Temperaturmessung.

Indonesien – Keine weiteren Einreisebeschränkungen

Irland – Keine Einschränkungen, Marinas und Servicebetriebe sind geöffnet.

Jamaika – Einreiseverbot auch für jene, die 14 Tage zuvor sich in Deutschland, Frankreich und Spanien aufgehalten haben

Kanada – Keine Einreisebeschränkungen.

Kiribati – Einreisende müssen sich zuvor 14 Tage lang in einem gänzlich coronafreien Land aufgehalten haben. Temperaturkontrolle.

Kroatien – Reisende aus stark betroffenen Infektionsländern haben mit 14-tägigen Quarantänemaßnahmen bei ihrer Einreisezu rechnen. Davon sind auch Reisende aus Singapur, Japan, Frankreich, Spanien, Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Großbritannien und Schweden betroffen.

Malaysia – Keine Einschränkunge. Miri/Sarawak meldet, dass die Einreise per Flugzeugt z.B. aus Australien gerade noch unproblematisch war.

MaledivenEinreiseverbot auf den Inseln Kuredu, Sandies Bathala Island, Vilamendu und Kurumat .

Malta – Mit einer 14-tägiger Quarantäne muss gerechnet werden.

Mauritius – Einreisebeschränkung nur bei vorherigem Aufenthalt in den o.g. Ländern. Temperaturmessung, evtl. Gesundheitskontrolle.

Neuseeland – Seit heute 15.3. um 24 Uhr AEST (14:00 UTC) müssen alle einreisende Personen für 14 Tage in deren Wohnung in Quarantäne bleiben. Das gilt auch für die Crews einreisender Yachten.

Norwegen – Geschlossen!

Philippinen – Einreiseverbot bei vorherigem Aufenthalt in einem Land mit bestätigten Coronafällen. Für den Großraum Manila gilt bis zum 12. April eine Ein- und Ausreisesperre.

Portugal – Azoren – Alle Häfen sind bis zum 31. März geschlossen. Horta meldet: Segelboote können Horta anlaufen, müssen sich aber (möglichst 24 Stunden vorher) per VHF / Telefon anmelden und Erlaubnis erfragen. Dürfen dann im Hafenbecken ankern, bis ein Gesundheitsbeauftragter (delegado de saúde) an Bord kommt und die Erlaubnis erteilt, Wasser oder Diesel zu tanken. Die Crew darf nicht an Land gehen. Lebensmittel zu bunkern geht nur über eine Drittperson an Land (gilt vorerst bis zum 31.3.).

Portugal – Lissabon meldet, dass es momentan keine Einschränkungen für Segler gibt.

Samoa – Einreisende müssen sich vor der Einreise mindestens 14 Tage lang in einem coronafreien Land aufgehalten haben, sowie ein höchstens drei Tage altes medizinisches Gutachten vorlegen können.

Schweden – Keine Einreisebeschränkungen, evtl. Temperaturmessung.

Singapur – Einreise- und Transitverbot, für all jene, die sich 14 Tage zuvor in Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, China, Iran, Korea aufgehalten haben.

St. Lucia – Segelyachten müssen erst einmal auf Reede bis sie von der Gesundheitsbehörde die Erlaubnis zur Einreise erhalten – natürlich abhängig vom Gesundheitszustand. Stützpunktleiter Claus Langer weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Verordnungen täglich ändern und , wenn man sich vor Ort anstecken sollte (es seien zwei mit Corona infizierte Personen gemeldet plus Dunkelziffer), die ärztliche Versorgung in Zwangsquarantäne (wie auf allen karibischen Inseln) nicht der in Deutschland entspricht.

St. Vincent und die Grenadinen – Für deutsche Staatsbürger noch keine Restriktionen, wenn sie sich nicht 14 Tage vor Einreise in Italien, China, Korea und Iran aufgehalten haben, Selbstauskunft. Sollte auch nur ein Crewmitglied in diesen Ländern gewesen sein, wird die Yacht von der Coast Guard aus dem Hoheitsgebiet von SVG eskortiert.

Türkei – Geschlossen! Einreiseverbot (bis zum 17. April) für alle die sich 14 Tage zuvor in folgenden Ländern aufgehalten haben: Deutschland, Spanien, Frankreich, Österreich, Norwegen, Dänemark, Schweden, Belgien, Niederlande, Georgien, Aserbeidschan, China, Iran, Südkorea und Italien. Bei Yachten werden zurzeit die letzten 10 Häfen abgefragt.

Uruguay – Einschränkungen für Segler sind nicht bekannt. Passagierschiffe dürfen Uruguay nicht mehr anlaufen. Am Freitag (13.3.) wurden die ersten Corona-Fälle im Land gemeldet.

USA – Einreiseverbot für Personen, die sich 14 Tage vor Einreise in einem Schengen Staat, Großbritannien, Irland aufgehalten haben.

Vanuatu – Gesundheitskontrolle bei Einreise. Einreiseverbot für Reisende die 14 Tage vor Einreise sich in China aufgehalten haben. Wer China seit dem 31. Dezember besucht hat, muss ein ärztliches Attest zu Atemwegserkrankungen vorweisen.

Zypern – Nordzypern – Einreisesperre bei Anreise aus den o.g. Ländern sowie aus Deutschland, den USA, der Schweiz, Norwegen, den Niederlanden, Hongkong, Bahrain, Spanien, Griechenland, Großbritannien, Österreich, Frankreich und Deutschland.

Zypern – Südzypern – Es ist bei Anreise aus u.a. Deutschland, Italien, Frankreich mit einer 14-tägigen Quarantäne zu rechnen, auch eine Einreisverweigerung ist möglich.

www.trans-ocean.org

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