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Kleine Boote und strahlende Gewinner – Trans-Ocean zeichnet ganz besondere Segler aus

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In diesem Jahr mussten die Segler nicht erst auf den November warten, bis die hochkarätigen Auszeichnungen des Trans-Ocean vergeben wurden. Anlässlich des 50sten Jubiläums des TO wurden der Trans-Ocean Preis und der Ocean Award während der feierlichen Festveranstaltung am vergangenen Wochenende verleihen. 

Trans-Ocean Preis 2018
Mit kleinem, fast winzigen Budget, ohne gefriergetrocknete Nahrung, sondern mit einem Eimer voller Schokolade, ohne Hightech-Yacht, sondern gerade einmal auf knapp 6,40 schwimmenden Metern hat er die Welt umsegelt, rund Kap Hoorn mit angeknackstem Mast, ohne auch nur einen einzigen Zwischenstopp, 270 Tage auf See: Szymon Kuczynski, der diesjährige TO-Preisträger! 

Die Frage, warum er diese Reise mit einem solch kleinen Boot geplant hat, wurde ihm sicherlich an diesem Abend nicht zum ersten Mal gestellt. Die Antwort ist einfach – kleines Budget gleich kleines Boot, in diesem Fall eine Maxus 22, und außerdem würde ein kleines Boot in den meisten Fällen weniger Probleme bereiten, denn schließlich sei es mit weniger „Gefahrenstellen“ ausgerüstet – Bei viel Equipment kann eben auch viel kaputt gehen. Und dennoch hatte Kuczynski auf seiner Atlantic Puffin mit einigen Ausfällen zu kämpfen, doch glücklicherweise hatten auch Ersatzteile noch Platz an Bord gefunden. Und dann auch noch der Mast…. Mit zusätzlichen Wanten hat er ihn gesichert, die Segelfläche reduziert. Doch er hat es geschafft, nach rund 290 000 allein und nonstop. Chapeau für eine solche Leistung! 

Ocean Award 2018
Kleine Boote – große Wirkung. Auch beim Ocean Award ging es um ein kleines Boot, das mit 6,50 Metern allerdings dann doch noch 10 Zentimeter länger ist, als das des polnischen Weltumseglers. Und es segelte auch nicht um die Welt, sondern „nur“ über den Atlantik. Doch eigentlich geht es beim Award ja nicht um das Boot, sondern um den- oder diejenige, die es segelt, oder einfach um die Skipperin – Der diesjährige Ocean Award geht an Lina Rixgens, die erste deutsche Frau, die das Mini Transat bis über die Ziellinie zu Ende gesegelt hat – Von La Rochelle über Las Palmas de Gran Canaria direkt nach Martinique / Karibik. Und wer für diesen Preis die Laudatio hielt und die ahnungslose Gewinnerin pries, lässt sich leicht erraten: Wolfgang Quix, Teilnehmer beim allerersten Mini Transat, dem damaligen Poor Man Race, und das auf seiner nur 5,70 Meter langer Waarwolf – es geht also auch kleiner. Die Rührung war ihm anzumerken, zumal er Lina Rixgens im vergangenen Jahr in La Rochelle persönlich verabschiedet und damit quasi ins Rennen geschickt hatte – das verbindet. 

 

Preisvergabe © K.Panzer/Trans-Ocean  
Lina Rixgens mit Wolfgang Quix (li) und Martin Birkhoff, 1.Vorsitzender TO (re)

Segelbilder - Szymon Kuczynski © Marek Zwierz / Zagle
Lina Rixgens © Blondsign / Eike Schurr