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Volvo Penta stellt bahnbrechende Self-Docking-Yachttechnologie vor

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Volvo Penta stellt bahnbrechende Self-Docking-Yachttechnologie vor
Volvo Penta stellt bahnbrechende Self-Docking-Yachttechnologie vor

Der Zwischenstopp auf dem Volvo Ocean Race in Göteborg, Schweden, war der Schauplatz für die Präsentation des wohl gefragtesten Systems im modernen Yachting - Volvo Pentas Self-Docking-System. In einer Live-Demonstration manövrierte eine mit der Technologie ausgestattete 68-Fuß-Yacht geschickt auf engstem Raum zwischen zwei der Rennyachten des Volvo Ocean Race 65.

Die Enthüllung der bahnbrechenden Self-Docking-Yacht-Technologie ist die neueste in Volvo Pentas fortwährender "Easy Boating" -Philosophie, um das Bootfahren einfacher, angenehmer und für mehr Menschen zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt steht das joystickgesteuerte Volvo Penta Inboard Performance System (IPS) *, ein komplettes und integriertes Antriebssystem - vom Steuerstand über den Motor bis hin zu den Propellern.

Schmale Liegeplätze, wechselnde Wind- und Seebedingungen und verstopfte Yachthäfen werden beim Andocken alle bald weniger anspruchsvoll sein. Dies ist dank der Reaktionsfähigkeit des Volvo Penta IPS-Systems in Verbindung mit Sensoren und fortschrittlicher Navigationsverarbeitungsleistung möglich. Und ebenso wie das System dazu beiträgt, das Boot einfach und sicher in das Dock zu befördern, kann es auch dazu befähigt werden, das Dock automatisch auf sichere Weise vom Dock abzuheben.
Prototypen der Volvo-Self-Docking-Technologie von Volvo Penta werden derzeit in Entwicklungsstudien getestet. Die automatische Docking-Funktion basiert auf dem integrierten elektronischen Schiffsregelungssystem (EVC), das die Berechnung von Lenkung und Antrieb in Bezug auf die tatsächliche Position des Bootes und vier Sensoren am vorgesehenen Liegeplatz berechnet.
Einfaches Andocken

"Das Andocken ist eines der schwierigsten Bootsmanöver - es falsch zu machen kann peinlich, teuer und prekär sein", sagt Björn Ingemanson, Präsident von Volvo Penta. "Unser IPS-System hat bereits große Fortschritte bei der Vereinfachung des Docking gemacht, und diese neue Self-Docking-Funktion macht diesen Prozess zu einem weiteren wichtigen Schritt. Seine Sensoren und Bordcomputer reagieren in Millisekunden auf wechselnde Wind- und Seegangsbedingungen und nehmen ständig Anpassungen an der Leistung und dem Lenkwinkel des IPS-Antriebs vor, um das Boot auf seinem geplanten Kurs sicher in Position zu bringen. Bei Bedarf kann der Andockvorgang unterbrochen werden und das System hält das Boot auf einer festen Position.

Wie es funktioniert
Die Automatisierung des Docking-Prozesses umfasst drei verschiedene Phasen. Erstens, wenn sich das Boot seinem Liegeplatz nähert, erkennt das System, dass es in eine "Fangzone" eingetreten ist, und sendet ein Signal an den Kapitän, dass es bereit zum Andocken ist. Sobald der Kapitän die Selbstanlegefunktion aktiviert hat, wird das Boot (mit Hilfe von GPS) automatisch in eine "Andockbereitschaft“-Position gebracht. Sobald der Kapitän die letzte Stufe eingeleitet hat, verwendet das System eine Kombination aus GPS und Sensoren, sowohl die an Bord befindlichen als auch zusätzliche Sensoren, die am Zieldock angebracht sind, um das Boot automatisch an seinen sicheren Liegeplatz zu bringen.

Sensoren am Liegeplatz helfen, die Yacht sicher in ihre Docking-Position zu führen. "Wir hatten schon lange den Ehrgeiz, das Andocken so einfach wie möglich zu machen", sagt Johan Inden, Chief Technology Officer von Volvo Penta. "Der erste Schritt dazu war 2006 die Einführung unserer Joystick-Docking-Technologie. Es folgte die Einführung des Dynamic Positioning Systems, das automatisch den Kurs und die Position eines Bootes auch bei starken Strömungen oder Windbedingungen aufrechterhält - ideal für die Vorbereitung auf das Andocken. Jetzt machen wir den nächsten wichtigen Schritt, indem wir dem Boot ermöglichen, selbst anzudocken. Mit unserem Easy-Docking-Konzept wollen wir mehr Menschen für das Bootserlebnis gewinnen."

Erweiterbare Option für mit Volvo Penta IPS ausgerüstete Yachten
Eine weitere Eigenschaft des zukünftigen Systems ist, dass es nicht nur für die neuesten IPS-ausgerüsteten Boote verfügbar sein wird - eine Retrofit-Version der Funktion ist ebenfalls geplant, etwas, das ein attraktives Upgrade für Tausende von Bootsbesitzern darstellen würde.

Der erste Schwerpunkt des Volvo-Docking-Systems wird auf Einzelpersonen gelegt, die das System auf ihren eigenen Docks installieren können. Längerfristig wird davon ausgegangen, dass die Technologie für Häfen und Yachthäfen von großem Interesse sein wird, so dass Schiffe mit IPS-Ausrüstung, die mit dem System ausgerüstet sind, in völliger Sicherheit und Genauigkeit andocken können. Ein zusätzliches Zukunftsszenario für das Self-Docking-System ist, dass es in die Easy Connect-Anwendung (App) von Volvo Penta integriert werden kann. Die App könnte es Nutzern ermöglichen, zu prüfen, ob die nächstgelegene Marina mit der entsprechenden Self-Docking-Technologie ausgestattet ist - oder vielleicht sogar gleich einen Liegeplatz zu reservieren.

Sicherheit ist ein Hauptfaktor bei der Weiterentwicklung des Features und, wie bei ähnlichen "Selbstparken" -Technologien in der Automobilwelt, ist das Andocksystem von Volvo Penta nicht vollständig autonom. Während das System auch mit Surround-Sensoren ausgestattet ist, die Antikollisionswarnung und -vermeidung bieten, muss der Kapitän während des Andockvorgangs am Ruder bleiben und bereit sein, bei Bedarf einzugreifen.