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Leistung de Luxe

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Leistung de Luxe

In diesen unseren Zeiten, wo wieder der zyklische Verzicht und Abneigung gegen überflüssiges gepredigt wird, haben es Luxusyachten schwer, müsste man meinen. Aber wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel und die Palm Beach GT50 ist ein Paradebeispiel dafür, wie man gegen den Strom schwimmt – oder besser gesagt, elegant und geschwind darüber hinweg kreuzt.

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Was ist für Sie Luxus?

Per Definition sind das Gegenstände oder Verhaltensweisen, die über das Übliche hinausgehen und nur dem persönlichen Vergnügen dienen. Eigentlich gehört dazu auch jedes Boot, das nicht im professionellen Einsatz steht. Aber auch hier gibt es Unterschiede. In Frankreich, Holland, England und anderen nordischen Ländern gilt man als Boots-oder Yachtbesitzer nicht gleich als Angeber oder verantwortungsloser Prasser. Evolutionsmässig kommen wir aus dem Wasser und deshalb wollen wir am liebsten auch wieder darauf zurück. Dass die Vehikel dabei so unterschiedlich wie ihre Eigner sind, versteht sich von selbst. Während die einen im Einbaum über den Fluss paddelten, liess sich Kleopatra auf ihrer Prunkgaleere übers Mittelmeer rudern. Natürlich hinkt auch dieser wie fast jeder Vergleich. Doch eines ist sicher, es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Und über den lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Deshalb sollten Sie sich jetzt geistig mit mir am Quai Saint-Pierre im Vieux Port von Cannes einfinden. Wieder geht ein sonniger Day in Paradise zu Ende, es ist kurz vor 18 Uhr, das Yachting Festival schliesst für heute seine Pforten und wir stehen beide vor dem glänzend polierten Objekt der Begierde. Die Palm Beach GT50 hebt sich wohltuend von den bulligkantigen Prestigeyachten ab. Ihre runden, geschwungenen Formen erzeugen das

wohlige Gefühl von Déjà-vu, von Goldenen Zeiten der Commuter, Lobster Yachts und Runabouts. Wir gesellen uns zu dem munteren Grüppchen von Werftverantwortlichen australischer Herkunft, zu distinguierten Yachting Consultants und zu den handverlesenen Kollegen der nautischen Fachpresse.

 

DETOX-CRUISING

Die Leinen fliegen los, der Stimmungspegel steigt. Wir befinden uns in höchster Champagnerlaune, obwohl nur profane Bierflaschen gereicht werden. Mit anderen Motoryachten warten wir, dass die Besucherpasserelle weggefahren wird (PS: der Ponton ist powered by Suzuki), die Vorfreude steigt und steigt und steigert sich noch mehr, als wir endlich Kurs auf die glitzernde Bucht nehmen. Sogleich versteht man, warum die Buchstaben GT im Namen stehen. Die 2 x 600 PS der Volvo Penta IPS bringen uns rasch auf die Cruising-Geschwindigkeit von 35 Knoten. Dabei schneidet der von Korvetten inspirierte Rumpf das Kabbelwasser der nervösen Küstenzone wie Butter. Das Gefühl des reibungslosen Gleitens stellt sich ein, die Gäste auf den Polstersitzen lehnen sich entspannt zurück und geniessen den Augenblick. Die australische Werft nennt das technisch-kühl „fuel efficiency“

und meint damit die hydrodynamische Optimierung des Rumpfes. In der Tat strömen bei 35 Knoten Cruisingspeed 150 Liter vom Tank zu den Motoren, das reicht für 10 Stunden Wasserflitzen. Das Feeling von völliger Losgelöstheit, weit weg von den paar Problemchen an Land, stellt sich bereits nach kurzer Zeit ein. Wir könnten ewig so weitercruisen…

 

DRIVE DE LUXE

Jetzt dürfen wir selbst ans Steuer. Beim    Variieren der Geschwindigkeit spürt man, wie mühelos die GT beschleunigen kann. Bei dieser Open-Version geniesst man den Rausch des schneller Fahrens gleich doppelt so intensiv. Bei ca. 15 Knoten beginnt der Gleitspass, bei 40 Knoten erreicht man den Topspeed. Die Palm Beach zieht souverän durchs Wasser, neigt sich nur wenig zur Seite, das Steuergefühl bleibt sanft und sicher. Schön auch der Anblick unserer Heckwelle, bei der sich das optimierte Unterwasserschiff in seiner schönsten Form manifestiert. Es ist erstaunlich, was dieses Flow-Gefühl bei den Leuten an Bord auslöst. Alle lächeln zufrieden und lassen die Seele baumeln. Ein echtes Therapieschiff, denke ich mir und stelle mir den CEO vor, der nach einem stressigen Arbeitstag mit seiner Gemahlin mal schnell abschalten will. Schlüssel drehen, ablegen… und alles vergessen. Die Palm Beach GT50 ist eigentlich ein Entschleuniger mit Sofortwirkung. Die PB-Kunden könnten sich wohl locker eine grössere Yacht

leisten, aber das aufwendige Drumherum mit Crew und Vorbereitung ist nicht so ihr Ding. Lieber spontan und flexibel ganz kurzfristig eine kleine Flucht aus der Leistungsgesellschaft entscheiden und ganz locker das Weite suchen. Das beste Szenario wäre eine Küste, wo man von der Marina aus ein paar nette Inselchen ansteuern kann. Von Miami aus rasch zu den Bahamas rüberbrettern, von Palma de Mallorca kurz nach Ibiza düsen – dafür ist die GT ideal.

 

ALLE WETTER!

Sollte sich auf diesen Überfahrten das Wetter verschlechtern und sich Wellen aufbauen, no worries. Bei den Seeleuten und Bootsbauern der Palm Beach Truppe ist die offene See mit ihren Launen einkalkuliert. Nicht umsonst ist CEO Mark Richards ein hartgesottener Offshoreskipper, der genau weiss, wie man Yachten sicher nach Hause bringt. Robust gebaut müssen sie sein und das gilt auch für die Inhouse-Produktion der Palm Beach Yachten, die in Australien und in Malaysia gefertigt werden. Mit dem gleichen Knowhow, das man auch bei den bewährten Grand Banks schätzt, schliesslich gehört man seit 2014 zur gleichen Firmengruppe. Solide, aber trotzdem leicht, verwindungssteif da im Vakuum-Infusionsverfahren realisiert, dazu Aufbauten aus möglichst viel Karbon – das ergibt die erforderliche Stabilität und Seetüchtigkeit.

 

Auf dem Rückweg plaudere ich mit Marketing Director Joel Butler, der mir das typische Eignerprofil aufzeigt. „Die meisten unserer Kunden sind Führungskr.fte, die genau wissen, was sie wollen. Meistens haben sie sich auf den ersten Blick in die Linien der Yacht verliebt.“ Ein Sea Trial räumt meistens letzte Zweifel aus dem (Entscheidungs-) Weg, die Yacht und ihre Leistungen sprechen für sich selbst, da braucht es keine weitere Überzeugungsarbeit. „Doch erst, wenn sie nach Übergabe unseren Einführungskurs absolviert haben und ihre Palm Beach selbst souverän steuern können, dann haben wir nicht nur einen überzeugten Kunden, sondern auch einen weiteren Multiplikator für unser Marketing gewonnen.“ Unter Deck lautet das Motto „weniger ist mehr“. Natürlich könnte man auf einer 50-Fuss-Yacht noch einiges mehr unterbringen, aber für die Zielgruppe passt das Angebot perfekt. Nach dem Niedergang steht man in einer L-förmigen Galley, von wo es weiter in die Eignerkabine im Bug, in eine Doppelbett-Gästekabine mittschiffs und ins Bad geht. Alles in perfekter handwerklicher Qualität ausgeführt, in einem zeitlosen Design ohne Chichi oder Verbeugungen vor kurzfristigen Modetrends. Mit dem vorgesehen Einsatz der Yacht wird die Wetbar am Heck wohl mehr frequentiert werden, da sie perfekt zwischen den Sonnenliegen und der Mittellounge positioniert ist. Openair-Feeling, Sonnenschein, Offline- Modus fürs Smartphone, ein voller Kühlschrank – das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Wellen…

 

 

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